Kategorie: Impulse & Ideen

Ergebnisse, so einzigartig wie du

Ziele sind in aller Munde, grade im Januar, wenn wir motiviert ins neue Jahr starten und ein paar ungeliebte Themen endlich angehen wollen. Und Ziele zu definieren ist wichtig damit wir erkennen, wie weit wir schon gekommen sind.
Aber das Streben nach Zielerreichung hat eine Schattenseite, die, wenn wir nicht aufpassen unsere Motivation und Zufriedenheit gefährdet:

Wer immer denkt „ich werde zufrieden sein, wenn…“ macht einen Denkfehler

Wenn ich erst zufrieden bin sobald ich ein Ziel erreicht habe, bin ich den ganzen Weg bis dahin nicht zufrieden – und das ist den Hauptteil der Zeit. Und es kommt noch schlimmer: wenn ich das Ziel erreicht habe, feiere ich es eine kurze Zeit und anschließend? Genau: ich stecke mir ein neues Ziel und es geht von vorne los.
Denn mir passiert es auch, dass sich ein Ziel gar nicht so gut anfühlt wie gedacht. Damit bestätigt meine Erfahrung auch das, was die Psychologie schon lange erkannt hat: äußere Belohnungen als Zufriedenheitsquelle halten nicht lange vor.

Genieße es, auf dem richtigen Weg zu sein

Mein Ziel für 2022 ist ein Umdenken im Bereich Ziele: Ich will schon den Weg zum Ziel so gestalten, dass ich dabei Freude habe und mich gut fühle. Was spricht dafür:
  1. Einerseits ist das gut, denn wenn mir gelingt schon den Weg zum Ziel zu genießen, dann hängt meine Zufriedenheit nicht von einer externen Belohnung ab sondern von einem inneren Zustand – einen, den ich kontrollieren kann.
  2. Zum anderen ist es dann nicht mehr so relevant, ob und wann ich mein Ziel erreiche: der positive Effekt kann sich schon dadurch einstellen, dass ich auf dem Weg dorthin bin.

Der Trick: Die Dinge auf unsere individuelle Weise tun

Wie kann ich bereits genießen auf dem Weg zum Ziel zu sein? Was heißt es konkret? Konkret werde ich mir klar werden, wie mein eigener Stil bezogen auf die anstehende Aufgabe aussieht. Ich werde mir bewusst machen,
Die Idee dahinter: mehr Zufriedenheit und Freude in mein Leben bringen und Ergebnisse, die noch individueller, authentischer und klarer zeigen wer ich bin.
Das wird mir gut tun und einschlägige Forschungsliteratur zeigt: das wird auch meine Sichtbarkeit und Attraktivität im Marketing verbessern. Was will ich mehr? Los geht’s!

Nutze dein Inneres Team

Wer wir sind und was wir gut können ist das Ergebnis unserer vergangenen Entscheidungen und Handlungen. Wenn wir etwas besonders gut können oder nicht können, haben wir in der Vergangenheit dieses „Teammitglied unseres Inneren Teams“ gut ausgebildet, mit Resourcen versorgt und gepflegt. Das Modell des Inneren Teams hilft, sich klar darüber zu werden, wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken und persönliche Weiterentwicklung in allen Lebensbereichen ausgeglichen (oder zumindest bewusst in Richtung „Fachidiot“ zu gestalten. Bevor ich in einem zweiten Teil über das Teammitglied „innerer Manager“ oder auch „innere Marketingleitung“ eingehen möchte, stelle ich hier zunächst das Modell des Inneren Teams vor:

Facetten der Persönlichkeit als Mitglieder des inneren Teams

Oft im Alltag wechseln wir den „Modus“ – zum Beispiel wenn wir aus dem fachlich-beruflichen Kontext ins Private kommen. Wenn ich morgens ins Bad gehe, beobachte ich die Transformation sehr bewusst, äußerlich aber vor allem innerlich. Die private Nina (meist die innere Mama) tritt in den Hintergrund und meine innere Fachfrau übernimmt. Keine Sorge, ich bin nicht schizophren sondern Fan des Modells vom inneren Team von Kommunikationsforscher Friedmann Friedmann Schulz von Thun.

Reflexion über die eigenen Antriebe, Gefühle und Bedürfnisse

Durch die Mitglieder des Inneren Teams wird unseren verschiedenen Facetten der eigenen Persönlichkeit ein Gesicht gegeben. Indem wir uns reflektieren und die Mitglieder unseres Inneren Teams benennen, können wir unsere Antriebe, Gefühle und Bedürfnisse besser verstehen. Mit Beispielen wird das anschaulicher: Ein Mitglied des Inneren Teams ist beispielsweise das „innere Kind“, welches für die Erfahrungen in der Kindheit steht, die auch im Erwachsenenleben unser Handeln bestimmen (können).

Wer sitzt im Inneren Team?

Die Mitglieder des eigenen inneren Teams sind individuell verschieden, aber ein paar finden sich bei fast allen, denn bestimmte Rollen haben wir alle im Leben:

  • das innere Kind
  • die Mutter/ Ehefrau/ Schwester
  • die Fachfrau/ Expertin
  • die Freundin

In meinem Team gibt es beispielsweise von der Fachfrau mehrere Facetten, je nachdem welche Aufgabe ich wahrnehme: „die Dozentin“, „die Coach“ oder „die Marketingleitung“ meiner eigenen Produkte – diese drei kämpfen regelmäßig um meine seit neustem sehr kostbare Arbeitszeit.

Personalentwicklung für Teammitglieder meines Inneren Teams

Im Laufe unseres Lebens wachsen und lernen die Mitglieder unseres Teams. Wir sammeln Erfahrungen und erweitern damit die sozialen, methodischen und fachlichen Fähigkeiten unseres Inneren Teams.  Mit Anschaffung von Arbeitsmitteln, Weiterbildungen investieren wir weiterhin in die Ausbildung und Expertise unserer Teammitglieder. Insbesondere auch durch die Entscheidung womit wir unsere Zeit verbringen beeinflussen wir, welche Teammitglieder besonders wachsen.